Ob im Rampenlicht oder nicht – mit Selfcare stark bleiben

Sie hat die unglaubliche Kraft aufgebracht, sich nach der Diagnose Brustkrebs auch weiterhin als Moderatorin vor die Kamera zu stellen. Noch unglaublicher ist, dass sie diesen Kraftakt als alleinerziehende Mutter bewältigt hat. Vor so viel Frauenpower kann ich wirklich nur den Hut ziehen.

Ihr wichtigster Tipp für alle da draußen – und da kann ich mich nur anschließen – ist, nicht aufzugeben, innerlich und äußerlich. Für Tanja waren es haarerhaltende Maßnahmen und regelmäßige Selfcare-Momente. Und sich auch ab und zu einfach hübsch machen. Mir hat das immer Kraft gegeben. Ich bin z.B. auch immer gestylt zu den wichtigsten Terminen gegangen. Das war wie meine Rüstung. Außerdem haben mir auch die Gespräche mit meinem Psychoonkologen und moderater Sport sehr geholfen, positive Gedanken zu entwickeln und beizubehalten. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, ganz bewusst mit positiven Gedanken und Taten die Behandlung zu unterstützen. Vielen hilft es zum Beispiel auch, sich mit dem persönlichen Umfeld oder auch anderen Betroffenen auszutauschen. Andere verbringen so viel Zeit sie können in der Natur. Alles kann, nichts muss – das ist hier, glaube ich, ein guter Ratgeber. Probiert aus, was Euch guttut, Energie gibt und hilft, diese Zeit zu überstehen.

Sehr beeindruckt hat mich auch, wie Tanja es geschafft hat, auch ihren Kindern die Angst vor der Erkrankung ihrer Mama zu nehmen und sie mit einzubeziehen. Offen und kindgerecht. Hört einfach am mal rein in die Folge mit Tanja.

Auch wenn Ihr es vielleicht schon von vielen Seiten gehört habt: Ich glaube auch fest daran, dass Zuspruch von außen und der eigene Wille, die Behandlung gut zu überstehen, sich sehr positiv auswirken können.

Alles Liebe #gemeinsamsindwirstark
Eure Claudine

Auf der anderen Seite | Die Sicht eines Onkologen

Über den Moment meiner Diagnose habe ich ja schon oft gesprochen. Der Boden wurde mir einfach unter den Füßen weggezogen und ich befand mich tagelang im freien Fall. Es ist nahezu unmöglich in solch einer Schock Situation all die wichtigen Fakten und Informationen deines Arztes zu verstehen und verarbeiten zu können.

Und dabei ist es gar nicht nur das Diagnosegespräch. Bei allen Gesprächen danach war ich so nervös und angespannt, dass ich die Hälfte von dem, was ich fragen wollte, schon im Warteraum wieder vergessen hatte. Prof. Brückl hat da für alle Betroffenen einen ganz wichtigen Tipp: „Tragen Sie ihre Fragen und Informationen vorab zusammen, überlegen Sie sich ihre Fragen und schreiben Sie sie auf und bringen Sie ihre Notizen unbedingt zu dem Gespräch mit.“

Den Ratschlag finde ich ganz wichtig!

Gerade in unserer sehr vernetzten Welt bekommt man ja ganz leicht unendlich viele Informationen. Nicht immer ist aber offensichtlich, welche davon wirklich zuverlässig sind. Mir hat es damals unheimlich geholfen, zu recherchieren und zu lesen – es hat mir das Gefühl gegeben, wenigstens irgendetwas tun zu können. Natürlich ist das ein zweischneidiges Schwert. Dr. Google ist wahrlich nicht immer hilfreich und ihr solltet nur auf anerkannten Seiten nach Informationen suchen.

Und noch ein letzter Tipp: Nehmt eine euch vertraute Person mit zu diesen Gesprächen. Diese kann euch im Nachgang unterstützen die Fakten zusammen zu tragen und hilft auch gegen die Aufregung.

In diesem Sinne – lest oder fragt nach, wenn Ihr etwas nicht versteht oder genauer wissen wollt. Denn: Gemeinsam sind wir stark.

Alles Liebe,
Eure Claudine

Sorge um zwei Leben | Krebs & Schwangerschaft

Anders war das bei meinem Gast, Lisa Evers. Sie hatte leider nicht nur die üblichen Symptome einer werdenden Mama. Während ihrer zweiten Schwangerschaft bekam sie die Diagnose Hodgkin-Lymphom. Die Freude auf ihr zweites Mäuschen war damit schnell getrübt. Sorgen und Angst die Emotionen, die im Vordergrund waren – verständlicherweise.

Als Mama hat es mich umso mehr beeindruckt, wie sie das alles gemeistert hat. Lisa ist für mich ein Paradebeispiel für so eine richtige Powerfrau: Sie hat die mutige Entscheidung getroffen, noch während der Schwangerschaft die Chemotherapie zu starten. Direkt nach der Geburt ging es mit Runde 2 weiter – trotz Hormonchaos.

Lisa hat für sich die richtige Entscheidung getroffen: Sie wurde mit ihrer süßen Tochter belohnt und gilt heute selbst als krebsfrei. Für mich ist sie wirklich eine Inspiration und steht hier stellvertretend für alle Powerfrauen, die sich von ihrer Krebserkrankung nicht aufhalten lassen.

Ich werde ganz emotional, wenn ich daran denke, dass wir alle, Powerfrauen und -männer, nicht nur für uns kämpfen. Wir stellen uns gegen den Krebs für unsere Kinder, für unsere Familien und für unsere Liebsten. Also dafür lohnt es sich doch zu kämpfen, oder?

In diesem Sinne wünsche ich Euch auch weiterhin ganz viel Durchhaltevermögen und ganz viel Kraft. Denkt immer daran: Gemeinsam sind wir stark!

Alles Liebe,
Eure Claudine

Lebensfreude trotz Krebs | Oder gerade deshalb?

Mein Gast in der vergangenen Folge hat mich besonders beeindruckt. Stephan Kaiser lebt nach dem Motto „Nicht leiser werden“, trotz emotionaler Täler und Rückschlägen, nimmt er das Leben wie es kommt und vor allem mit dieser sehr inspirierenden und positiven Lebensphilosophie.

Ich muss ehrlich gestehen, diese Folge war besonders aufwühlend für mich. Die Nachricht, dass Stephan wieder einen Rückschlag hatte, hat mich wirklich aus der Bahn geworfen. Das Monster Krebs ist unberechenbar. Daher habe ich mir Stephans Ratschläge umso mehr zu Herzen genommen.

Das Leben und jeder einzelnen Moment davon ist unheimlich kostbar!

Die Zeit, die wir haben für unsere Liebsten und die Dinge, die uns wirklich am Herzen liegen zu nutzen ist unendlich wichtig.

Und das ist genau das, was ich Euch wirklich auch aus Überzeugung mitgeben möchte: Überlegt Euch, was Euch wirklich Freude bereitet und saugt alle Momente auf, die Euch viel bedeuten. Wenn es Euch irgendwie möglich ist, nehmt Euch die Freiräume, die Ihr braucht.

Dieser Ratschlag gilt übrigens für alle – für Betroffene, Angehörige, aber auch für diejenigen, bei denen das Thema Krebs nicht auf der Tagesordnung steht. Was ist denn Euer Gamechanger oder was könnte er sein?

Ich wünsche Euch allen da draußen ganz viel Kraft, aber auch Mut, Euch für Eure Freiräume stark zu machen. Und nicht vergessen: #gemeinsamsindwirstark.

Alles Liebe,
Eure Claudine

Alle Jahre wieder | Weihnachten und Krebs

Das war aber auch nicht immer so. Mit der Krebsdiagnose im Gepäck war mir so gar nicht nach feiern zumute. Ehrlich gesagt, hatte ich ziemliche Angst, dass mich die ganzen Emotionen überwältigen würden. Ich weiß noch genau, dass ich im Jahr meiner Diagnose so gar nicht in Weihnachtsstimmung war.

Heute weiß ich, dass es nicht nur mir so ging. Ganz viele Krebspatienten haben ein mulmiges Gefühl im Bauch, wenn sie an die Feiertage denken – und das ist auch total in Ordnung.

Mein Tipp an euch alle da draußen: Redet mit euren Liebsten darüber, wie ihr die Feiertage verbringen möchtet, was euch gut tut und was euch vielleicht auch einfach zu viel Trubel und Anstrengung ist.

In meiner Familie wird Weihnachten immer ganz groß gefeiert. Aber damals hatte ich zu dieser Zeit einfach noch nicht so viel Energie, manche Traditionen waren für mich waren für mich einfach zu viel. Ich habe aber offen mit meiner Familie darüber sprechen können. Heute weiß ich, dass sie froh waren, dass ich das Gespräch gesucht habe. Das hat uns allen ein bisschen Stress und Sorgen genommen.

Dieses Weihnachten war ein ganz besonderes, auf seine eigene Art. Es hat mir unglaublich viel Kraft gegeben, die Zeit danach durchzustehen. Ich hoffe sehr, dass das bei euch ähnlich ist und dass ihr auch ganz großartige Feiertage verbringen könnt.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Weihnachten und ganz viel Kraft für diese Zeit und natürlich auch für das nächste Jahr. Denkt daran: #gemeinsamsindwirstark

Alles Liebe,
Eure Claudine

Reden ist gold | Psychoonkologische Betreuung

Als ich damals, ganz unerwartet, meine Krebsdiagnose bekommen habe war ich erstmal richtig schockiert. Wen wundert’s auch – mit gerade mal Mitte 30 hätte ich nie im Leben damit gerechnet. Natürlich hatte ich meine Familie, die hinter mir stand.
Trotzdem wäre ich heute nicht so gesund und optimistisch, hätte ich keine Unterstützung von außen gehabt.

Denn was viele nicht wissen: Niemand muss mit dem Krebs allein fertig werden. Und man muss sich schon gar nicht dafür schämen psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das ist nämlich auch ein Punkt, den mein Podcast Gast Frank Denecke angesprochen hat. Als ehemaliger Krebspatient und ausgebildeter Psychoonkologe sieht er tagtäglich, wie viele Patient:innen psychologische Hilfe zu Beginn ablehnen. Sie sind ja schließlich nicht „verrückt“.

Mit Verrücktsein hat das jedoch ganz und gar nichts zu tun. Psychoonkolog:innen setzen verschiedene Methoden ein, um Betroffenen den Umgang mit der Erkrankung und dem möglichen Folgen zu erleichtern. Mir persönlich haben die Gespräche mit meiner Psychoonkologin sehr geholfen und ich bin für ihre Hilfe unendlich dankbar.

Frank Denecke ist immer dabei, wenn jemand eine Krebsdiagnose erhält und kann sofort Hilfe anbieten. Das ist jedoch eher die Ausnahme – falls ihr von euren behandelnden Ärzt:innen keine Information diesbezüglich bekommt, FRAGT NACH!
Holt euch jede Unterstützung, die ihr kriegen könnt. Jedem steht eine psychoonkologische Betreuung zu!

Denn wenn es der Seele einigermaßen gut geht, kann der Körper die Krebstherapie oft leichter bewältigen – Bei mir war‘s so.

Alles Liebe #gemeinsamsindwirstark
Eure Claudine

Den Weg weiter gehen | Zuversicht trotz Verlust eines geliebten Menschen

Dass man nach einer Krebsdiagnose erst einmal den Boden unter den Füßen verliert, habe nicht nur ich so erlebt – Aline ist es genauso ergangen, als ihr Mann die Nachricht bekam, dass er unheilbar krank ist. Denn als Angehörige:r nimmt einen die Sache emotional mindestens genauso mit wie als Betroffene:r.
Einerseits möchte man so viel Zeit wie möglich mit dem geliebten Menschen verbringen, andererseits wird man von so vielen neuen Gefühlen überrumpelt, die es einem schwer machen, klar zu denken.

Wie kann es trotzdem gelingen das eigene Leben zu genießen, wenn die gemeinsamen Tage schon gezählt sind? Ich war beeindruckt, wie Aline diese schwierige Zeit mit ihrem Mann gemeistert hat. Dabei hat sie immer versucht, das Positive zu sehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass trotz aller Stärke die negativen Gedanken manchmal überhandnehmen. Steht zu diesen Gefühlen und lasst sie zu! Sie sind Teil des Verarbeitungsprozesses.
Wenn ihr aber den Eindruck habt, die ganze Welt lastet auf euren Schultern und ihr findet aus der Abwärtsspirale nicht mehr hinaus, nehmt euch eine Auszeit und schafft euch kleine Rituale – bei Aline und ihrem Mann war es der gemeinsame Mittagsschlaf. Erlaubt euch selbst, euren eigenen Weg zu finden und um Hilfe zu bitten bzw. Hilfe anzunehmen. Auch für Angehörige gibt es zahlreiche Hilfsangebote!

Die Aussicht, einen geliebten Menschen durch diese schwere Zeit zu begleiten oder gar gehen lassen zu müssen, ist unvorstellbar schwierig. Es gibt kein Patentrezept dafür, wie man als Angehörige:r am besten damit umgeht. Alines Geschichte hat mir aber wieder vor Augen geführt, dass es immer möglich ist, sich schöne Momente und Erinnerungen zu schaffen.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die gerade eine solch intensive Situation meistern müssen, ganz viel Kraft, #gemeinsamsindwirstark

Alles Liebe,
Claudine

Mama mitten im Leben | HPV und Krebsprävention

Marie und ich sind daher einer Meinung: HPV – oder Humanen Papillomviren, die z.B. Zellveränderungen am Gebärmutterhals auslösen können – dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auch wenn wir es in der Podcastfolge bereits angesprochen haben, möchte ich heute noch einmal den Appell an Euch alle richten: Informiert Euch, nehmt die Vorsorge ernst und setzt eventuell präventive Maßnahmen!

Und damit meine ich sowohl Frauen als auch Männer. Genau richtig gelesen! Das Thema HPV betrifft auch Männer. Es handelt sich hier nicht einzig und allein um ein „Frauenthema“. Immerhin ist HPV eine Geschlechtskrankheit, die sexuell übertragen wird. Dazu gehören bekanntlich immer zwei. Und somit können auch Männer aktiv werden und ihre Partnerinnen schützen.

Tatsächlich gibt es bereits seit 2007 eine HPV-Impfung. Und das Großartige ist, dass die Impfung bereits ab dem vollendeten 9. Lebensjahr möglich ist. Wer also möchte, kann nicht nur sich selbst, sondern auch seine Kinder impfen lassen. Marie und ich sind bereits geimpft. Unsere Kinder sind noch zu klein, aber für Marie und mich steht fest, dass wir unsere Kinder auf jeden Fall impfen lassen.

Egal, ob man sich nun für eine Impfung ausspricht oder nicht: Es ist unsere Verantwortung, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen und über HPV zu sprechen – auch mit den Kleinsten.
Tabus brechen beginnt schließlich bei den eigenen Kindern.

Alles Liebe #gemeinsamsindwirstark
Claudine

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